An dieser Stelle finden Sie (chronologisch geordnet) Beiträge zu Veranstaltungen und Nachrichten.

Corona-bedingt kann die Vorlesungsreihe "Anthropologische Psychiatrie - philosophische Aspekte psychischer Erkrankungen" auch im Wintersemester 2020/21 nicht life stattfinden. Das ist allein schon wegen der lebendigen trialogischen Diskussionen im großen Hörsaal sehr schade. Doch rechtzeitig zum heutigen Starttermin schicke ich den Link zur ersten Online-Version und bitte alle Empfänger um großzügige Weiterleitung. Doch auch die Gestaltung als Dialog erlaubt eine Spannung und einen breiten Zugang. Das Oberthema “RINGEN UM NÄHE“ beleuchtet die Folgen der Corona-Krise auf vielfache Weise. 
 
Der heutige Link folgt der Tradition, den aktuellen EX-IN-Kurs um eine Gestaltung des aktuellen Themas zu bitten, wie immer eine bunte vielstimmige Collage zur “Bedeutung von persönlicher Nähe und Begegnung“ – etwas länger als die Dialoge mit einem oder zwei Referent_innen: Was bedeutet die aktuelle Krise für unsere Lebensqualität, für die Arbeit in der Psychiatrie und erst recht für die der Genesungs-/Peer-Begleiter_innen (GB)? 
 
 
In den nächsten Wochen folgen dann Dialoge zu den folgenden Themen:
-  am 10. November  Wenn die Gefahr von Außen alle betrifft – macht Corona solidarischer?“  Dr. phil. Candelaria Mahlke spricht mit Gwen Schulz und Thomas Bock
-  am 24. November  Liebe zu Zeiten der Corona Krise“  Prof. Dr. phil. Thomas Bock spricht mit PD Dr. med. Daniel Schöttle und Martin Wieser (GB)
-  am 8. Dezember  Flucht nach vorne - online geht mehr als wir denken!“  Prof. Dr. phil. Thomas Bock spricht mit Michael Schweiger (ARINET GmbH und Rainer Ott (GB)
-  am 24. Januar 2021  “Inflation der Verschwörungstheorien – wer schwört wem?“  Prof. Dr. phil. Thomas Bock spricht Prof. Dr. Michael Butter (Tübingen)
-  am 9. Februar folgt wieder eine Performance von Marlies Graser und Torsten Flögel aus Berlin zu berühmten Künstler_innen mit Krisenerfahrung, diesmal zu Gottfried Benn und Else Lasker-Schüler
 
Die Vorlesungen werden als “Lecture2go“ von der Universität angeboten. Ich bite darum, diese Info weiterzugeben bzw. diesen Link weiterzuleiten.
 
Mit herzlichem Dank und Gruß
 
Thomas Bock

Bedingt durch die Corona-Pandemie kann die Vorlesungsreihe “Anthropologische Psychiatrie – philosophische Aspekte psychischer Erkrankungen“ zur Zeit nicht life stattfinden.

Die Vorlesungen werden allerdings von der Universität Hamburg als “Lecture2go“ angeboten.

Sie können die spannende trialogische Diskussion im großen Hörsaal nicht ersetzen. Doch die Gestaltung als Dialog erlaubt einen breiten Zugang, die online-Form eine großzügige Verteilung. Das Oberthema in diesem Semester – “SOZIALE NOT UND SEELISCHE GESUNDHEIT“ – ist hochaktuell, gerade zur Zeit der Corona-Krise.

26. April Urbanität und psychische Erkrankung – Prof. Dr. Thomas Bock, Prof. Dr. Hans-Joachim Salize

12. Mai 2020 Stigmaresitenz – Dialog mit Dr. Candelaria Mahlke und Gwen Schulz, beide Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

26. Mai 2020  “Empowerment-College - Von Krisen-Erfahrenen lernen“  Dialog mit Monika Möhrenkamp und Jörn Petersen, beide FOKUS Bremen

Diese Themen werden als Dialog folgen:

9. Juno 2020  “Neue Wege in der Wohnungslosenhilfe - Bedeutung von Peer-Support“  Dialog mit Andrea Pilgerstorfer  (FHS St. Pölten, Österreich)

Irre menschlich Hamburg e.V. verdankt ihm viel.

Andre, wie oft bist Du auferstanden?

  • Nicht von den Toten, sondern vom Grund der hochprozentigen Flaschen.
  • Nicht von den Toten, sondern aus zahllosen Narkosen, aus Gipsbett und -verbänden, aus Rollstühlen und Gehhilfen.

Andre, der Aufstehmann, der ganze Mann und nicht ein Aufstehmännchen.

Wir haben viele Projekte gegen Stigmatisierung und Diskriminierung von psychisch kranken Menschen gemeinsam gestaltet, wobei die Gestaltung Deine Sache war, ich habe nur moderiert. Du hast der Geißel “Alkoholsucht“ Gestalt verliehen, sie mit Deiner Geschichte begreiflich, fassbar gemacht.

Deine Geschichte? Deine Geschichten! Immer wieder in all den Jahren erfuhr ich zu all den Facetten, die ich mit der Zeit kennengelernt habe, Neues. Irgendwann dachte ich, ich wüsste nun endlich alles, was Du so erlebt und erlitten, verkorkst und besiegt hast. Aber nein! Du warst schier unerschöpflich. Und ich fragte mich, welches Deiner Erlebnisse Dich besonders charakterisiert. Und da fiel mir immer wieder die Geschichte von der Visite an Deinem Bett im Unfallkrankenhaus Boberg ein.

Es war irgendwann nach Deinem entsetzlichen Unfall: Im Bett liegt ein Haufen Mensch – zusammengeflickt und geschraubt, bandagiert und betropft aus diversen Beuteln, beatmet und vierundzwanzig Stunden am Tag umhegt und umpflegt, näher dem Tod als dem Leben.

Es versammeln sich die Weißkittel und schauen von oben, stehend, auf Dich hinunter. Der Höhenunterschied zwischen den Augen von denen und von Dir hat Dich schon immer gewurmt. Und der Oberweißkittel wendet sich an seine Unterweißkittel: „Um den müsst ihr euch nicht mehr viel kümmern. Der macht’s nicht mehr lange!“ Sprach’s und ging und hatte Dich mit seinem Defätismus, seinem Pessimismus, seiner Arroganz auf dem “Fuß“ erwischt, der noch heil war. Dem hast Du es zeigen wollen und das ist Dir gelungen! Ich bin allerdings sicher, dass dieser Spruch höchstens Auslöser aber nicht Ursache Deines: „Dem zeig ich‘s!“, war.

Andre, wie oft bist Du auferstanden? Was hat es Dich an Kraft gekostet? Was hat Deinen Lebensmut, Deinen Lebenshunger immer wieder auf Trab gebracht? Wie gelang es Dir Schmerzen, Trauer, Wut und Lebensverdruss immer wieder zu überwinden? Ich bin voll Bewunderung!

Zweifelsohne war Deine Frau Viola Dir ein Stock und Stab in dieser Finsternis. Aber Du hast das auch vor Viola geschafft. Vielleicht waren Deine Eltern – die natürlich eine Geschichte für sich sind, das kann in Deinem Leben gar nicht anders sein – vielleicht waren sie gut beraten, Dich Andre zu nennen, die französische Variante von Andreas und das bedeutet nach Wikipedia “der Tapfere“.

Und so tapfer, wie Du durch die Katastrophen Deines Lebens gegangen, manchmal geschlichen, gestolpert, manchmal gehumpelt bist, so tapfer bist Du in den Tod gegangen. Das weiß ich von Viola.

Andre, Du musst jetzt nicht mehr auferstehen. Du darfst jetzt ruhen, in Deinem Grab und in unseren Herzen.

Henning Hallwachs in Trauer bei Viola Rudel

(Viola Rudel, Curslacker Deich 250, 21039 Hamburg)

zum Feedback zu den Schülerforen. Über die Fragen am Ende des Bogens können Sie uns auch eine Rückmeldung zu anderen Teilen der Veranstaltung geben. Die Auswertung erfolgt anonymisiert.)

Analog zur "Nacht des Wissens" lädt das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und der Verein "Irre menschlich Hamburg" zu einem "Tag der Psyche" ein. Unter dem Motto "Psychiatrie macht Schule" findet am Mittwoch den 19. September 2018 für Schüler_innen bereits zum 14. Mal ein Tag der offenen Tür statt. Neben 8 Vorträgen, 9 Filmen mit Diskussionsbeiträgen, 2 Autorenlesungen und einer Ausstellung stehen neben 2 Veranstaltungen für Lehrkräfte vor allem 55 speziell konzipierte Workshops, sogenannte Schülerforen, im Mittelpunkt. Sie bieten den Schüler_innen und Lehrer_innen direkte Begegnungen mit "Expert_innen durch eigene Erfahrung", Angehörigen, Therapeut_innen und Wissenschaftler_innen. Am Gelingen der 78 Einzelveranstaltungen werden über 100 Personen beteiligt sein, davon 80 Refernt_innen.

Ziel ist ein Zuwachs an Toleranz im Umgang mit anderen und an Sensibilität im Umgang mit sich selbst – beides Voraussetzungen für psychische Gesundheit. Es geht um Themen wie "Extreme Dünnhäutigkeit" (Psychosen), "Gute Zeiten, schlechten Zeiten" (Manie und Depression), "Leben auf der Grenze" (Borderline-Störungen), Selbstverletzendes VerhaltenEssstörungenAbhängigkeiten und Süchte, ADHS und Autismus, SexualitätÄngste und Zwänge. Das Thema "Psychische Gesundheit" ist topaktuell – gerade auch für junge Menschen, denn Krankschreibungen nehmen zwar generell ab, aufgrund psychischer Erkrankungen aber zu.

Beteiligt sind die Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik und die Institute für Medizinische Psychologie sowie für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie sowie für Versorgungsforschung in der Dermatologie und bei Pflegeberufen (zum ersten Mal) sowie für Geschichte und Ethik der Medizin sowie für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.

Das Programm für 2018 gleicht fast dem Programm von 2017 (der zweite Kurzvortrag wurde ersetzt durch eine Performance an erster Stelle; eine Veranstaltung zu Psychischen Krisen im Schulalltag wurde speziell für Lehrkräfte konzipiert; bei den Schülerforen haben einige Referent_innen gewechselt, die Themen sind jedoch ähnlich den Themen von 2017; die Nummerierung der Workshops wurde jedoch aktualisiert; neu ist auch das Thema “Meine Haut ist anders – na und?“).

zum Download des Allgemeinen Schülerprogramms 2018, der Schülerforen 2018, des Anschreibens 2018 an die Schulen und des Lageplans

Weitere Informationen zum Programm der Veranstaltung werden hier laufend aktualisiert:

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03.09.2018:

  • Das Programm für 2018 wurde veröffentlicht (Angabe der Änderungen s. o.)
  • Die Freischaltung eines neuen komfortablen Online-Anmelde-Systems ist für spätesten Montag, 10.09.2018 geplant (solange benötigen wir voraussichtlich für die Inbetriebnahme und Testung)

10.09.2018

  • Das Online-Anmelde-System wurde freigeschalten.

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Anmeldebedingungen für die Schülerforen

  • Ich bin mit den Anmeldebedingungen vertraut und werde dafür Sorge tragen, dass möglichst alle Teilnehmer_innen eines Schülerforums nach der Veranstaltung für jedes Forum einen kurzen Online-Fragebogen ausfüllen!
  • Von einer Schule mit primär beruflicher Orientierung kommend, melde ich mich nur nachmittags nach 13:30 Uhr an.
  • Ich buche nicht mehr als zwei Foren pro Schüler_in und meine Anmeldungen sind verbindlich.
  • Ich werde die Privatsphäre der Patient_innen respektieren und werde keine Fotos oder Filmaufnahmen auf der Veranstaltung erstellen!

Weitere Buchungshinweise für die Schülerforen

Für bis zum Donnerstag, den 13.09. eingegangene Anmeldungen zu den Schülerforen senden wir Ihnen die Eintrittskarten zu (sofern nicht anders gewünscht), ohne die Sie nicht an den Foren teilnehmen können. Selbstverständlich können Sie oder Ihre Schüler_innen sich bis zum Abend vor der Veranstaltung anmelden. Die Karten werden dann am Stand von "Irre menschlich" auf Ihren Nachnamen hinterlegt (Eingangsbereich Gebäude W37). Wir bitten Sie, nicht mehr benötigte gebuchte Plätze bzw. nicht mehr benötigte Eintrittskarten so rasch wie möglich zurück zu geben, damit wir diese über das Buchungssystem wiederzur Verfügung stellen können. Ebenso können am Veranstaltungstag Einrittskarten am Stand von "Irre menschlich" getauscht werden, wovon erfahrungsgemäß reichlich Gebrauch gemacht wird. Noch übrige Eintrittskarten werden hier vergeben.

 

Hilfestellung beim Buchungsvorgang für die Schülerforen

Falls Sie längere Zeit auf der Anmelde-Seite verweilen sollten, kann es sinnvoll sein, unmittelbar vor Auswahl der Foren, die Anmelde-Seite erneut zu laden. Das bewirkt, dass Sie dann auch die aktuelle Anzahl der noch freien Plätze angezeigt bekommen.

Zur Online-Anmeldung zu den Schülerforen 2018 (Wenn Sie Lehrer_in sind: Bitte gehen Sie je nach Möglichkeit das Programm in Ruhe mit Ihren Schüler_innen durch ohne voreilig gleich Schülerforen zu buchen, die dann doch nicht besucht werden!)

Nach unserer Erfahrung von den Vorjahren lwerden ohnehin ca. 50 % der gebuchten Plätze zurückgegeben, da nie alle angemeldeten Personen erscheinen, jemand für andere etwas gebucht hat, die das dann nicht haben wollen oder manche vorzeitig gehen. Das Anmeldeverfahren zu den Workshops dient uns vor allem dazu, die Besucherströme zu lenken. Erfahrungsgemäß gibt es also dann, wenn der Wunsch-Workshop bereits ausgebucht ist, oft noch weitere, nicht uninteressante, Optionen.

Zu weiteren Veranstaltungen wie Kurzvorträge, Filme und Lesungen müssen Sie sich nicht anmelden!

Anreise zum UKE

Ein barrierefreier Zugang zu allen Veranstaltungen ist möglich (zum Hörsaal Augenklinik, Gebäude W40 über den Haupteingang).

zum Feedback zu den Schülerforen. Über die Fragen am Ende des Bogens können Sie uns auch eine Rückmeldung zu anderen Teilen der Veranstaltung geben. Die Auswertung erfolgt anonymisiert.)

Abgesehen von dieser Veranstaltung steht Ihnen "Irre menschlich Hamburg" das ganze Jahr über für Schulprojekte zur Verfügung.